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ABBA im Jahr 1974. Von links: Benny Andersson, Anni-Frid Lyngstad, Agnetha Fältskog, Björn Ulvaeus.
ABBA ist eine Musikgruppe aus Schweden . Ihre Musikrichtung ist die Popmusik . Der Name entstand aus den Anfangsbuchstaben der Vornamen der Mitglieder, Agnetha, Björn, Benny und Anni-Frid. Benny Andersson und Björn Ulvaeus, die beiden Männer, schrieben die Lieder und spielten Klavier und Gitarre . Anni-Frid Lyngstad und Agnetha Fältskog sangen.
Agnetha und Björn waren über zehn Jahre lang miteinander verheiratet. Etwa in der gleichen Zeit waren auch Benny und Anni-Frid ein Ehepaar. Beide Paare trennten sich aber, kurz bevor die Gruppe ABBA aufgelöst wurde. Das war im Jahr 1982. Die vier hatten sich oft gestritten.
Im Jahr 1974 wurde ABBA plötzlich sehr bekannt: Sie gewannen beim Eurovision Song Contest mit dem Lied "Waterloo". Der Eurovision Song Contest ist eine großer Musikwettbewerb.
In den Jahren danach war ABBA in Europa und auch anderswo auf der Welt sehr erfolgreich. Besonders auffällig waren ihre bunten Kostüme, in denen sie auftraten. Bekannte Lieder von ABBA sind "S.O.S.", "Money, Money, Money" oder "The Winner Takes It All".
Nach dem Ende der Gruppe arbeiteten die Männer manchmal weiter zusammen. Sie schrieben erfolgreiche Musikstücke und Musicals, also Theaterstücke mit Musik. Agnetha und Anna-Frid machten einzeln als Sängerinnen weiter. Vor allem in Schweden verkauften sie viele Platten.
Die Musik von ABBA war so erfolgreich und beliebt, dass man ein Musical schrieb. Dieses Stück handelt von einer Hochzeit, und an passenden Momenten werden Lieder von ABBA gesungen. Das Musical heißt "Mamma Mia!" und wurde 1999 das erste Mal aufgeführt. 2008 erschien ein Kinofilm von diesem Musical, 2018 kam die Fortsetzung in die Kinos.
ABBA veröffentlichte 2021 zum ersten Mal wieder neue Songs und ein Album. Ihre Fans haben sich darüber gefreut und ihre Lieder haben vielen gefallen. Die vier Bandmitglieder haben allerdings gesagt, dass es bei dem einen Album bleibt. Sie veröffentlichen in Zukunft keine neuen Lieder mehr.
Im Jahr 1976: ABBA besucht die Niederlande.
Die Darsteller von "Mamma Mia!" zusammen mit den Mitgliedern von ABBA.
Eine der vielen Bands von heute, die ABBA nachspielen
Ein Konzert von AC/DC im Jahr 2016, in London
AC/DC ist eine Musikgruppe, die Hardrock spielt. Sie war später wichtig für die Entstehung von Heavy Metal . Sie kommt aus Australien und ist eine der wichtigsten Gruppen aus den 1970er Jahren, der frühen Zeit des Hardrock. Die Bandmitglieder selbst nennen ihre Musik allerdings Rock 'n' Roll. Die Gruppe verkaufte bis heute über 200 Millionen Tonträger.
AC/DC wurde Ende 1973 von den Brüdern Angus und Malcolm Young gegründet. Der Name ist eigentlich eine englische Bezeichnung für zwei Arten von Strom , Gleichstrom und Wechselstrom. Bereits 1974 wechselte der Sänger : Bon Scott ersetzte Dave Evans. Als Bon Scott 1980 starb, ersetzte ihn Brian Johnson. Auch die restliche Besetzung um Angus und Malcolm Young wechselte mehrmals.
Das erste Album "High Voltage" erschien 1975, hier sang bereits Bon Scott. Der erste große Erfolg war 1979 das Album "Highway to Hell". 1980, kurz nach Bon Scotts Tod kam das Album "Back in Black" heraus. Es war ein noch größerer Erfolg als Highway to Hell, es verkaufte sich weltweit etwa 49 Millionen Mal. Damit ist es nach Michael Jacksons "Thriller" und Pink Floyds "The Dark Side Of the Moon" das drittmeistverkaufte Album aller Zeiten. Bekannte Lieder von AC/DC sind "Highway to Hell", "Hells Bells" oder "Thunderstruck".
Cliff Williams im Jahr 1982, im Apollo in Liverpool
Schlagzeuger Phil Rudd beim selben Auftritt
Angus Young mit Campino von den Toten Hosen
In Australien gibt es eine Straße , die nach der Gruppe benannt ist.
Vor einem Konzert in London
AC/DC bei einem Auftritt 2009
Der Zappelphilipp ist ein Junge aus dem Buch "Der Struwwelpeter". Er kann sich nie still halten. Hier kippt er gerade mit dem Stuhl hintenüber und reißt das Tischtuch mit sich, zusammen mit dem Geschirr. Heute würde man sagen: Er hat ADHS.
ADHS ist eine Abkürzung und steht für Aufmerksamkeitsdefizit und Hyperaktivitätsstörung. Menschen , die davon betroffen sind, können sich schlecht konzentrieren. Sie haben Mühe, ihre Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Sache zu richten und lassen sich leicht ablenken. Das kann durch Dinge sein, die in ihrer Nähe geschehen oder durch die eigenen Gedanken . Dadurch wirken sie nach außen hin verträumt. Menschen mit ADHS vergessen auch viele Dinge oder lassen Dinge liegen, wenn sie mit dem Kopf gerade woanders sind.
Auch sind solche Menschen oft sehr unruhig. Sie können zum Beispiel nur schwer still sitzen, zappeln dauernd mit den Beinen . Das nennt man heute "Hyperaktivität", also eine übertriebene Aktivität. In der Umgangssprache nennt man dies auch das "Zappelphilipp-Syndrom". Der Zappelphilipp ist ein Junge aus dem Buch "Der Struwwelpeter". Ein bekanntes Bild zeigt ihn, wie er am Tisch sitzt und hintenüber kippt. Dabei hält er sich am Tischtuch fest und reißt alles zu Boden.
Früher dachte man, ADHS sei einfach ein auffälliges Verhalten. Mit Figuren wie dem Zappelphilipp wollte man sagen: So ein Verhalten ist nicht gut, man sollte es unterbinden. Heute vermutet man, dass ADHS eine Entwicklungsstörung im Gehirn ist. Man geht davon aus, dass weltweit etwa eines von 20 Kindern von ADHS betroffen ist. Bei Erwachsenen sind es weniger. Auch werden die Symptome im Erwachsenenalter meist schwächer. Die Veranlagung kann auch vererbt werden.
Was für Probleme bringt die Störung mit sich?
ADHS bringt oft viele Probleme mit sich. Durch die Konzentrationsschwäche arbeiten solche Kinder oft schlecht in der Schule , was den Eltern Sorgen bereitet. Im höheren Alter können diese Probleme ins Arbeitsleben übergehen. Durch ihre Andersartigkeit werden ADHS-Kinder in der Schule oft von den anderen ausgegrenzt .
Das führt dann meist zu weiteren Problemen. Ausgegrenzte Kinder konzentrieren sich eher auf sich selbst und lernen darum weniger gut, mit anderen Menschen klar zu kommen. Menschen mit ADHS neigen oft zu Wutausbrüchen und sind impulsiv. Das heißt sie sagen oder tun Dinge, ohne vorher nachzudenken. Das macht sie zusätzlich bei Mitmenschen unbeliebt. Sie sind auch stärker gefährdet als andere, eine Sucht zu entwickeln, etwa nach Alkohol , Drogen oder Zigaretten .
Was kann man dagegen tun?
ADHS und ADS an sich bleiben für das ganze Leben lang. Man kann so eine Störung nicht beseitigen, die Betroffenen können nicht "geheilt" werden. Aber sie können lernen, wie sie mit der Störung besser leben.
Therapien helfen, zu erkennen, was genau die Störung für einen selbst bedeutet. Man lernt zum Beispiel, wie man sich anders verhält. Auch für andere Mitglieder der Familie können Therapien sinnvoll sein: Sie lernen, wie sie besser mit dem Betroffenen umgehen können, damit es in der Familie weniger Ärger gibt.
Auch Medikamente können helfen. Sie sorgen dafür, dass ein Betroffener nicht mehr alles mitbekommt und sich besser konzentrieren kann. Außerdem handelt man mit den richtigen Medikamenten nicht mehr so spontan und impulsiv, sondern kann gründlich nachdenken, bevor man etwas macht.
Es gibt mehrere Medikamente, von denen eines besonders bekannt ist: Ritalin. Die Medikamente sind teuer und dürfen nur genommen werden, wenn ein Arzt das so gesagt hat. Die Medikamente wirken nicht bei allen Betroffenen gleich gut. Zudem haben sie Nebenwirkungen, die nicht erwünscht sind. Zum Beispiel wachsen manche Kinder wegen des Medikaments nicht so sehr, wie sie es ohne tun würden. Man muss also für jeden Betroffenen herausfinden, welche Medikamente für ihn sinnvoll sind.
Der kleine Kreis in der Mitte des Bildes ist ein HI- Virus .
AIDS heißt eine Krankheit . Sowohl Menschen als auch einige Arten von Affen können sie bekommen. Sie wird durch ein Virus ausgelöst. Dieses Virus schwächt das Immunsystem: Das ist die " Polizei " im Körper , die normalerweise eingedrungene Krankheits-Erreger bekämpft. Darum wird man bei AIDS durch allerlei andere Krankheiten krank. Der Name des Virus ist aber nicht AIDS-Virus, sondern HI-Virus, kurz HIV.
HIV ist die Abkürzung für "Humanes Immundefizienz-Virus". Man sagt auch "Menschliches Immunschwäche-Virus". Das Virus gelangt im Blut von einem Menschen zum anderen. Dies geschieht meist, wenn sich zwei Menschen Drogen mit derselben Spritze verabreichen oder wenn ein Arzt nicht sauber arbeitet. Wer das Virus bekommen hat, spürt nicht unbedingt etwas. Man kann sich aber in einem Krankenhaus testen lassen. Wer das Virus in sich trägt ist HIV-positiv.
Um zu überleben, müssen HI-Viren in Zellen eindringen. Geeignet sind vor allem Zellen im Blut . Aber nicht nur dort: Im Schleim im Innern der weiblichen Geschlechtsorgane leben sie gerne, ebenso unter der Vorhaut des Penis . Auch in der Samenflüssigkeit des Mannes fühlen sie sich wohl.
Wenn die Viren sich genügend vermehrt haben, können sie das Immunsystem schwächen. Das kann schnell gehen oder viele Jahre dauern. Wenn die Krankheit ausgebrochen ist, hat der Mensch AIDS. Dann können verschiedene Krankheiten ausbrechen: Fieber , Müdigkeit, Kopfschmerzen, schlechter Appetit, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen , Übelkeit und Durchfall. Später kann es dann soweit kommen, dass die betroffenen Leute Krebs bekommen oder durch Bakterien krank werden, die normalerweise harmlos sind.
Manche Leute bleiben zehn Jahre lang oder länger gesund , aber manche sterben auch recht schnell daran. Heute gibt es auch Medikamente , die sehr gut helfen. Sie können oft die Zeit verlängern, bis die Krankheit voll ausbricht. Ganz heilen können sie einen Patienten aber nicht. Meist kann er aber keine anderen Menschen mehr anstecken.
Das Wort AIDS ist eine englische Abkürzung . Übersetzt heißt der vollständige Ausdruck "Erworbenes Immunschwäche-Syndrom". Mit Immunschwäche oder Immundefekt ist gemeint, dass der Körper nicht immun genug ist, dass er sich also nicht gut genug gegen Ansteckungen schützen kann. "Syndrom" sagt man, wenn mehrere Anzeichen einer Krankheit zusammen auftreten.
Wie kann man sich anstecken oder dies verhindern?
Ansteckungen mit HIV im Jahr 2009: grün: fast keine beige: sehr wenige rosa: höchstens fünf von hundert rot: 5-15 von hundert dunkelrot: bis zur Hälfte der Bevölkerung
Häufig sind Ansteckungen durch Blut. Dies geschieht zum Beispiel, wenn eine Spritze mehr als einmal benutzt wird. Der Schutz ist hier eigentlich ganz einfach: Man darf eine Spritze nur einmal benutzen und muss sie danach wegwerfen. Deshalb bekommen Drogen-Süchtige heute an vielen Orten kostenlos Spritzen.
Auch beim Arzt oder im Krankenhaus werden Spritzen benutzt. Früher benutzte man dort Spritzen aus Glas . Nach dem Gebrauch tötete man mit Dampf alle Keime ab. Heute wirft man die Spritzen weg und benutzt jeweils eine neue aus Plastik . Dadurch besteht die Gefahr nicht mehr. Auch ziehen Ärzte und Krankenpfleger stets Handschuhe an, um sich vor einer Ansteckung durch Blut zu schützen.
Das HI-Virus kann beim Sex übertragen werden. Wer immer denselben Partner hat, riskiert keine Ansteckung, wenn der Partner das Virus nicht in sich trägt. Andernfalls ist ein Kondom der beste Schutz: Diese dünne Gummihaut streift sich der Mann über den Penis. Somit kann keine Übertragung stattfinden.
Während einer Schwangerschaft oder während der Geburt können sich die Viren von der Mutter auf das Kind übertragen. Heute gibt es aber gute Medikamente, die dies meist verhindern können.
Gegen AIDS gibt es keine Impfung . Wenn jemand glaubt, er könnte sich angesteckt haben, dann muss er sofort zum Arzt. In vielen Fällen kann der Arzt wenigstens verhindern, dass die Krankheit ausbricht. Ist die Krankheit ausgebrochen, dann kann sie nicht geheilt werden. Mit Medikamenten kann man aber dafür sorgen, dass sie nicht so schlimm wird. Die Medikamente sind teuer, und es ist nicht angenehm, wenn man sie jeden Tag schlucken muss.
Deshalb ist es besonders wichtig, dass Menschen sich nicht anstecken. Viele Staaten sorgen dafür, dass den Einwohnern erklärt wird, was AIDS ist. Die Menschen werden aufgefordert, sich so zu verhalten, dass sie sich nicht anstecken. Ärzte, Pfleger und andere Menschen, die mit Blut zu tun haben, haben gelernt, wie man richtig damit umgeht.
Wichtig ist auch, dass man niemals eine benutzte Spritze anfassen soll, die man irgendwo findet. Wenn die Person, die die Spritze weggeworfen hat, das HI-Virus in sich trug, kann man sich nämlich selbst damit anstecken, falls man sich damit verletzt. Auch andere gefährliche Krankheiten könnten so übertragen werden. Kinder sollten einfach einen Erwachsenen rufen. Dieser kann dann dafür sorgen, dass die Spritze so entsorgt wird, dass sie für niemanden gefährlich ist.
Aachen
Der Aachener Dom ist über 1200 Jahre alt. Er ist Weltkulturerbe . Der achteckige Bau in der Mitte ist ein wichtiges Beispiel für die Bauweise zur Zeit des Kaisers Karls des Großen . Zwei Jahrhunderte lang wurde nichts Höheres oder Weiteres gebaut. In diesem Bauteil befindet sich auch der Kaiserthron. Der Glockenturm rechts ist viel jünger. Er stammt aus dem 19. Jahrhundert.
Ein Blick vom Münsterplatz auf die barocke Ungarnkapelle
Der Aachener Dom ist eine große Kirche ganz im Westen von Deutschland , in Nordrhein-Westfalen . Er war die Kirche, in der die deutschen Könige gekrönt wurden. Dort hat der Bischof von Aachen seinen Sitz, das ist der Vorsteher über die katholischen Christen in einem großen Gebiet um die Stadt herum. Der Aachener Dom wurde als erstes deutsches Monument UNESCO - Weltkulturerbe .
Alle sieben Jahre findet die Aachener Heiligtumsfahrt statt. Dann pilgern Menschen zu den vier großen Aachener Heiligtümern. Das sind Reliquien , die dann im Aachener Dom und auf dem Katschhof gezeigt werden. Die vier wichtigsten Reliquien sind das Kleid Mariens, die Windeln Jesu , das Lendentuch Jesu und das Enthauptungstuch Johannes des Täufers. Sie werden im Marienschrein des Aachener Domes aufbewahrt.
Außerdem befindet sich im Aachener Dom auch das Grab von Karl dem Großen . Nebenan in der Domschatzkammer kann man den Kirchenschatz des Doms sehen, eine der bedeutendsten Sammlungen kirchlicher Kulturschätze der Welt. Damit gemeint sind Messkleider, Kreuze , Weihrauchgefässe und andere Gegenstände für den Gottesdienst.
Wie entstand der Aachener Dom?
Der Dom, wie man ihn heute sieht, besteht aus vielen Teilstücken. Sie sind in verschieden Zeiten entstanden. Immer wieder wurden Teile abgerissen und neue Teile angebaut.
Karl der Große ließ seine Marienkirche gegen Ende des achten Jahrhunderts umbauen. Sie wurde der Zentralbau und das Westwerk des Doms. Das war der Kern seiner geplanten Pfalzanlage. Eine Pfalz war im Mittelalter eine burgähnliche Palastanlage und Sitz des Königs . Zu der Zeit entstand das berühmte Oktogon mit seiner imposanten Kuppel . Der Name Oktogon bedeutet Achteck, so ist nämlich der Grundriss der Pfalzkapelle. Rundherum gibt es ein regelmäßiges Sechzehneck.
Im späten Mittelalter wurde die gotische Chorhalle mit ihrer künstlerischen Ausstattung im Inneren fertiggestellt. Auch in der Barockzeit wurden zahlreiche Umbauten vorgenommen und weitere Kapellen an den Dom angebaut. Heute kann man überall am Dom sehen, wie die verschiedenen baulichen Stilepochen miteinander verbunden wurden. Trotzdem wirkt der Dom nicht zusammengewürfelt.
Im Marienschrein im Aachener Dom werden die vier großen Heiligtümer aufbewahrt.
Pelikan mit Jungen, als Mosaik
Die prachtvolle Pfalzkapelle des Doms, das Oktogon
Diese goldene Büste von Karl dem Großen kann man in der Domschatzkammer bewundern.
Der Königsthron im Aachener Dom
Der Aal kann nicht nur schwimmen, sondern sich auch durch das feuchte Gras schlängeln. So gelangt er von einem Bach zum anderen.
Der Aal ist ein Fisch , der wie eine Schlange aussieht. Sein Körper sind sehr lang, schlank und beweglich. Er hat eher kleine Flossen, die wie Bänder am Körper anliegen. Die Schuppen sind sehr klein und schleimig. Deshalb sagt man über bestimmte Menschen auch, sie seien aalglatt, wenn man sie nicht festmachen kann.
Es gibt etwa zwanzig Arten von Aalen, die zusammen eine Gattung bilden. Bei uns gibt es nur den Europäischen Aal. Er ist gemeint, wenn jemand bei uns von einem Aal spricht. Diese Aale leben in Flüssen und Seen . Erwachsene Aale können bis zu einem Meter lang werden. Um sich zu vermehren, schwimmen sie die Flüsse hinunter und durch das Meer bis fast nach Amerika . Dort paaren sie sich. Das Weibchen lässt die Eier ins Wasser und stirbt. Auch das Männchen stirbt.
Aus den Eiern entwickeln sich Jungtiere. Wenn sie so groß sind wie ein Finger sind sie fast durchsichtig, dann nennt man sie auch Glas-Aale. Dann schwimmen sie durch das Meer zurück und die Flüsse hinauf. Dazu können die Aale einen Trick: Sie schlängeln sich wie Schlangen durch das feuchte Gras , um von einem Fluss in den anderen zu gelangen.
Aale gelten als sehr schmackhaft und werden deshalb schon seit langer Zeit von uns Menschen gefangen und gegessen. Meist verkauft man sie gebraten oder geräuchert. In Zeiten, wenn die Menschen sonst nur wenig zu essen hatten, waren Aale manchmal sogar wertvoller als Gold und Edelsteine .
Ein Aal auf einer sowjetischen Briefmarke
Aale schwimmen weit hinaus in den Atlantischen Ozean , um dort ihre Eier zu legen. Von dort aus starten die Jungtiere ihren weiten Weg in die heimatlichen Flüsse .
"Den Aal am Schwanz packen" ist ein niederländisches Sprichwort für "sich einer schwierigen Aufgabe annehmen".
Die Aare beim Ort Grenchen, mit einer Insel
Die Aare ist der längste Fluss innerhalb der Schweiz . Sie ist außerdem der wasserreichste Fluss, der in den Rhein strömt. Die Aare ist insgesamt 288 Kilometer lang.
Ihre Quelle hat die Aare in den Aargletschern, die in den Berner Alpen liegen. Im Tal unter der Quelle fließt sie in einer engen Schlucht durch die Felsen. Mehr Platz nimmt das Wasser kurz darauf im Brienzersee sowie im Thunersee ein.
In Bern , der Hauptstadt der Schweiz, macht der Fluss einen starken Bogen. Im Schutz dieser Fluss-Schlaufe entstanden die ersten Häuser der Stadt Bern, die heutige Altstadt . Das Mattenquartier, das direkt am Flussufer liegt, wird heute noch manchmal durch die Aare überschwemmt.
Unterhalb von Bern schlängelte sich die Aare früher wild durch das Seeland. Sie hat viele Überschwemmungen verursacht. Die Aare wurde dann in den Hagneckkanal gelegt und in den Bielersee geleitet. Dort lagert sie all den Sand und die Steine ab, die sie mitbringt. In Biel verlässt das Wasser den See durch einen weiteren Kanal und fließt zurück in das alte Bett. Diese Arbeit wurde als "Juragewässerkorrektion" bekannt. Seither gibt es in diesem Gebiet nur noch selten Überschwemmungen, und wenn, dann sind sie weniger schlimm als früher.
Im ebenen Gebiet vom Bielersee bis Solothurn kann man mit dem Motorschiff auf der Aare reisen. Wer möchte, kann die Aare auch mit dem Schlauchboot befahren. Man darf auch in ihr baden. Die Aare wurde auch mehrmals mit einem Stauwehr verbaut, damit man elektrischen Strom herstellen kann.
Der Kanton Aargau ist nach der Aare benannt. Dort mündet die Aare in den Rhein . An dieser Stelle liegt auch die Grenze zwischen der Schweiz und Deutschland .
Was machte man gegen die Überschwemmungen?
Die Überschwemmung am unteren Teil des Neuenburgersees im Jahr 1950. Der Hügelzug hinten ist der Jura .
Entlang der Aare wurden viele Dämme gebaut. Dadurch gab es weniger Überschwemmungen. Der Brienzersee und der Thunersee haben an ihrem Ausgang ein Regulierwerk. Damit kann Wasser zurückbehalten oder abgelassen werden. Auch dadurch verbesserte sich die Situation.
Am schlimmsten war es jeweils im Seeland. Damit meint man die Landschaft um den Neuenburgersee , den Bielersee und den Murtensee. Um die Seen gab es große Sumpf gebiete. Nach starkem Regen überschwemmten auch große Landwirtschaftsgebiete . Für die Natur war dies eine tolle Sache: Tiere und Pflanzen hatten hier ihren Lebensraum und konnten sich gut entwickeln.
Für die Menschen war das Hochwasser eine Plage. Nicht nur wurden Häuser überschwemmt, sondern es fielen auch ganze Ernten aus. Dann litten die Menschen Hunger .
Die ersten Arbeiten begannen im Jahr 1868 und dauerten über zwanzig Jahre. Knapp hundert Jahre nach Beginn verbesserte man die ursprünglichen Arbeiten deutlich. Das Ergebnis sah so aus:
Die drei Seen wurden durch Kanäle verbunden. Die Aare wurde in den Bielersee geleitet, damit sie dort ihr Geschiebe abladen konnte. Von Biel aus wurde ihr Wasser durch einen weiteren Kanal zurück in das alte Flussbett geführt. Dieser Kanal war so tief angelegt, dass die Seespiegel über zwei Meter tiefer lagen.
In Biel wurde ein Regulierwerk errichtet, mit dem man die Seepegel einstellen kann. Die Kanäle wurden auch später noch vertieft, so dass das Wasser auch "rückwärts" fließen kann, vor allem vom Bieler- in den Neuenburgersee. Der Neuenburgersee ist also heute der Wasserspeicher für die Aare, obwohl diese gar nicht in den Neuenburgersee mündet. Wenn die Pegelstände wieder sinken, fließt das Wasser wieder Richtung Biel.
Mit der Juragewässerkorrektion bekam man nicht nur die Überschwemmungen mehr oder weniger in den Griff. Die vielen trockengelegten Sümpfe konnte man gut für die Landwirtschaft brauchen. Heute wird hier sehr viel Gemüse angebaut. Das ganze Gebiet trägt den Namen "Seeland" oder "Berner Seeland". Ein etwas engeres Gebiet zwischen dem Murtensee und dem Hagneckkanal nennt sich "Grosses Moos". Schlecht war es jedoch für die Natur , besonders für die Artenvielfalt , denn wichtige Lebensräume gingen für Tiere für immer verloren.
Der Finsteraar- Gletscher ist eine der vier Quellen der Aare.
Der Weg durch die Aareschlucht ist auch bei Touristen beliebt.
Auf dem Thunersee fahren noch urtümliche Raddampfer.
Vor der Juragewässer-Korrektur: Die blau-grünen Gebiete waren früher Sumpf .
Die künstlichen Kanäle : 1. Zihlkanal 2. Broyekanal 3. Hagneckkanal 4. Nidau-Büren-Kanal

Klexikon

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